Triumph der Sachwerte: Rückblick auf 2025 und Ausblick für 2026

2025 – Ausufernde Staatsschulden beschleunigen die Entwertung von Papiergeld

Obwohl US-Präsident Trump mit seinen Zollankündigungen am „Liberation Day“ im April die Aktienmärkte weltweit auf Talfahrt schickte, entwickelte sich das Börsenjahr 2025 letztendlich erfreulich. So gewannen jeweils in Euro berechnet der weltweite Aktienindex MSCI World + 7,2 %, amerikanische Aktien + 3,82 %, der US-Technologieindex Nasdaq + 13,2 %, Aktien aus Schwellenländern + 18,46 % und der DAX legte trotz durchgängig schlechter Nachrichten aus der deutschen Wirtschaft um + 20,9 % zu.
Der wesentliche Grund für die positive Wertentwicklung ist das erodierende Vertrauen in die Staatsfinanzen Europas, Japans und den USA, wo Politiker nur noch ungebremstes Gelddrucken als letzten Ausweg sehen, Papiergeld entwertet sich. Daher suchen professionelle Anleger echte Sachwerte wie globale Aktien. Am Beispiel der USA zeigt sich, wie richtig diese Analyse ist:

In den letzten 25 Jahren sind die Staatsschulden (rote Balken) um den Faktor 6,5 auf zuletzt fast 38.000 Milliarden US$ gestiegen. Viel gravierender sind aber die Zinsaufwendungen (graue Balken), die im letzten Jahr 1.200 Milliarden US$ betrugen, zudem immer deutlicher steigen und perspektivisch das Gros der jährlichen Steuereinnahmen auffressen. Nicht nur in Bezug auf die USA sondern auf viele weitere Länder zweifeln Profis daran, ob Staatsanleihen auf Dauer jemals zurückgezahlt und Zinsen bedient werden können. Deswegen gab es in 2025 einen Käuferstreik bei Anleihen, mit denen sich erneut nichts verdienen ließ und von denen wir auch künftig dringend abraten.

Mit der schwindenden Bonität der Länder sinkt auch das Vertrauen in die Währungen. Am besten ablesbar ist das am Verhalten der Notenbanken, den Hütern unseres Papiergeldes. Weder Dollar, Euro oder Yen sind auf Dauer sicher, daher schichten sie in das ultimative Geld um – in Gold.

Der Anteil des US-Dollars an den globalen Währungsreserven (blaue Linie) fällt deutlich, wobei der Dollar auch zum Euro im letzten Jahr rd. 8 % verloren hat. Dagegen ist der Goldanteil (gelbe Linie) auf 30 % gestiegen und hat damit den Euro als bis dahin zweitwichtigstes Reserve-Asset bereits deutlich hinter sich gelassen. Für Privatanleger ist diese Erkenntnis von großer Bedeutung. Wenn Notenbanken Gold kaufen, dann verschwindet dieses oft für Jahrzehnte vom Markt, Börsianer sprechen von sog. „festen Händen“. Dieses Gold wird also nicht mehr verkauft, der Preisanstieg ist nachhaltig. Deswegen ist die komplette Umkehrung der Goldhausse unwahrscheinlich, auch wenn Korrekturen immer möglich sind.

Der Goldpreis stieg im letzten Jahr auf Eurobasis um + 45,2 %.Noch besser schlugen sich unsere Dauerempfehlung Silber mit einem Gewinn von + 127,2 % und Platin mit + 104,4 %. Letzteres hatten wir noch im Halbjahresbericht zum 30.06.2025 dringend zum Kauf gestellt. In diesem Fahrwasser stiegen auch viele Rohstoffe wie Kupfer, Lithium, Zink etc. und vor allem die Aktien aus den Edelmetall- und Rohstoffsektoren.

Wir freuen uns mit allen, die unseren seit Jahren kontinuierlich vorgetragenen Empfehlungen für Edelmetalle, Rohstoffe und Minenaktien gefolgt sind. Viele unserer Kundendepots haben im letzten Jahr fantastische Ergebnisse erzielt und die Wertentwicklung der globalen Aktienmärkte weit übertroffen. Wir sind der festen Überzeugung, erst am Anfang einer Entwicklung zu stehen und sehen hier weitere Kursgewinne voraus.

Seit mehr als 15 Jahren thematisieren wir die Staatsverschuldung und die finanzmathematische Gewissheit, dass nur niedrige Zinsen und gleichzeitige Inflation den Zustand noch eine Weile haltbar machen. Das Anlagejahr 2025 hat gezeigt, dass auch große Vermögensverwalter eine Entwertung unseres Fiat-Moneys (ungedecktes Papiergeld) für unvermeidbar halten. Wir empfehlen weiter dringend Sachwerte und können Anleger nicht verstehen, die sich bei Festgeldanlagen über jede Nachkommastelle beim Zins freuen. Wir selbst investieren in ausgesuchte Immobilien, gute Aktien und speziell die besten Rohstoff- oder Edelmetallunternehmen der Welt sowie Gold- oder Silberbarren und nicht in Papiergeld-Forderungen.

2026 – Das Jahr der Rohstoffe mit einem möglichen Überraschungssieger

In den USA stehen im neuen Jahr gleich zwei wichtige Wahlen ins Haus. So endet im Mai die Amtszeit von US-Notenbankchef Powell und Präsident Trump wird einen Kandidaten wählen, der die gewünschten deutlich aggressiveren Zinssenkungen umsetzt. Im Herbst sind die Mid Term Elections und im Vorfeld dürfte die amtierende Regierung alles tun, um die Wirtschaft anzukurbeln und die für die Amerikaner so wichtigen Aktienkurse stabil zu halten. Jeder Anleger, der auf einen Marktcrash setzt und auf günstigere Einstiegskurse hofft, könnte enttäuscht werden.

Schon jetzt senken so viele Notenbanken weltweit die Zinsen wie seit COVID nicht mehr. Überall wird Geld billiger gemacht, eine globale Wirtschaftsbelebung steht bevor. Anders als viele andere Berater und Auguren sind wir optimistisch für die Weltwirtschaft. Darauf deuten einige Indikatoren hin, die man nicht zwangsweise auf dem Schirm hat. So ist die haussierende Aktienkursentwicklung des multinational operierenden Logistikunternehmens FEDEX stets ein hervorragender Frühanzeiger der Weltkonjunktur ebenso wie die steigenden Frachtraten für Seetransporte.

Der Preis für die Kombination aus Zinssenkungen und Wirtschaftswachstum wird ein weiterer heftiger Inflationsschub sein. Auch hier setzen wir uns von der Masse ab, die Geldentwertung wird sich beschleunigen und Festgelder noch unattraktiver machen. Das absehbare Szenario erinnert immer mehr an die 70er Jahre und die einzige Anlageklasse, die damals einen realen Vermögenszuwachs erzielte, waren Rohstoffe und Aktien aus diesem Sektor. Betrachten wir die aktuellen Rohstoff-Preise, so sind diese trotz erster Preisanstiege im letzten Jahr relativ immer noch sehr günstig sind:

Die Goldman Sachs Commodity Index (GSCI) umfasst die 24 wichtigsten Rohstoffe. Setzt man diesen Index ins Verhältnis zu US-Aktien (S&P 500), dann lag der Durchschnitt beim Faktor 4 (rot gestrichelt). Heute liegt er bei unter 1 (blaue Linie), Rohstoffe sind also relativ zu Aktien extrem preiswert. Wie sieht es beim Timing aus, ist jetzt die Zeit für Rohstoffaktien?

Der Rohstoff-Index von Bloomberg zeigt an, dass die Preise in den letzten 3 Jahren eine Bodenbildung vollzogen und jetzt einen Kursausbruch und damit ein Kaufsignal generiert haben. Charttechniker beschreiben diese Ausgangssituationen als „the bigger the base the higher in space“. Wir haben in den letzten Jahren mehrfach auf solche Ausbrüche hingewiesen, u.a. bei Gold mit Ausbruch bei 2.000 US$ je Unze, Silber bei 35 US$ oder Platin bei 1.300 US$. Wir erwarten fulminante Preissteigerungen bei Rohstoffen und Aktien aus diesem Sektor.

Dabei bieten Aktien aus dem Öl- und Gassektor das beste Chance-Risikoverhältnis. Der weltweite Ölverbrauch steigt seit Jahrzehnten kontinuierlich und wird bei anziehender Weltkonjunktur nochmals anziehen. Die verfügbare Ölmenge wird aber tendenziell sinken, in den letzten 10 Jahren wurde viel zu wenig Exploration betrieben. Die Aktien aus diesem Sektor verdienen selbst beim derzeit noch niedrigen Ölpreis gut und sind zudem preiswert. Wir erwarten aber in den nächsten 3 bis 5 Jahre eine Verdopplung bis Verdreifachung des Ölpreises. Hinzu kommt eine Ausgangslage wie wir sie vor Jahren schon bei Goldaktien hatten. Derzeit sind Ölaktien in den Portfolien großer Anleger untergewichtet, ein idealer antizyklischer Einstiegspunkt.

Für 2026 erwarten wir auch bei anderen Rohstoffen deutliche Preisanstiege, vor allem bei Kupfer, Silber und Uran. Zunehmend kommt auch ein weiterer Faktor auf die politische Weltbühne: Die rohstoffreichen Länder des globalen Südens sehen nicht mehr ein, ihren nationalen Reichtum zu Discountpreisen an den ohnehin privilegierten reichen Westen zu verschleudern. Es ist nicht auszuschließen, dass in absehbarer Zeit die BRICS-Gruppe und andere Länder sich unabhängig vom US-Dollar machen wollen und eine neue Währung kreieren, die rohstoff- und edelmetallbasiert ist.

Bei Gold- und Silberminen haben wir im letzten Jahr Kurszuwächse von oft mehr als 100 % gesehen. Trotzdem sind diese Aktien immer noch sehr günstig. Sie verdienen derzeit Rekordmargen, haben sich fast vollständig entschuldet, kaufen eigene Aktien zurück oder zahlen gute Dividenden. Relativ zum Gold- und Silberpreis sind die Aktien preiswerter als vor 15 Jahren. Von daher empfehlen wir hier zu halten und Silberminen sogar zuzukaufen.

In einem ausgewogenen Portfolio sollte man aber trotz aller Überzeugung für einzelne Anlageklassen niemals alles auf ein Pferd setzen. Wir sehen derzeit noch bei drei weiteren Aktienkategorien hervorragende Einstiegschancen:

  1. Healthcare-Aktien: Diese Titel (z.B. Pfizer) sind deutlich zurückgeblieben, dürften aber angesichts der zunehmenden Alterung der Bevölkerung wieder steigen.
  2. Schwellenländer-Aktien: Diese profitieren vom schwächeren US-Dollar sowie dem hohen Wachstum und der der deutlich besseren Demographie.
  3. Europäische Nebenwerte: Wir sehen eine Wirtschaftsbelebung auch in Europa, von denen die seit Jahren vernachlässigten Nebenwerte überproportional profitieren werden.

FAZIT:

Die Welt steht vor Ausgaben, die kein Staat auf Dauer bezahlen kann. Das gilt für Infrastruktur, Rüstung in den USA und jetzt auch Europa, für die Renten, Gesundheit und Pflege. Man wird neues ungedecktes Papiergeld drucken müssen und es damit wertloser machen.

Als Privatanleger muss man tätig werden, um sein Vermögen für sich und seine Kinder zu erhalten. Dabei wird man Kursschwankungen aushalten müssen, aber das ist allemal besser als vermeintlich sichere Anlageformen mit garantiertem Vermögensverlust zu tätigen.

Rohstoffe und Edelmetalle sind in diesem Umfeld die beste Wahl. Besonders Rohstoffe sind auch deshalb interessant, weil sie noch einen im historischen Vergleich geringen Anteil am Weltfinanzvermögen haben, der aber deutlich steigen wird.

Als Beimischung sollte man in günstig bewertete Segmente investieren, über die ich Sie gerne im direkten Gespräch informiere.

Wir wünschen Ihnen für das neue Jahr vor allem beste Gesundheit und Erfolg. Gerne beraten wir Sie, um die für Sie passende Anlagestrategie mit Ihnen abzustimmen und umzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Borgs
Vorstand / Asset Management